Die Nein-Liste
Worauf wir bei Etiketten von Nahrungsergänzungen achten.
Die meisten Etiketten sagen, was drin ist. Diese Liste hilft zu verstehen, wann man stutzig werden sollte — denn ab 50 zählt das, was eine Formel weglässt, genauso viel wie das, was sie enthält.
Kein Magnesiumoxid
Die günstigste Form am Markt. Nur etwa 4% werden aufgenommen, der Rest passiert den Körper weitgehend ungenutzt. Besser sind gut verfügbare Formen wie Bisglycinat, Citrat und L-Threonat.
Keine synthetischen Farb- oder Überzugsmittel
Titandioxid, Gelborange S, Tartrazin — solche Abkürzungen auf dem Etikett sollte man hinterfragen, besonders wenn Farbe keinen Nährwert bringt.
Keine unnötigen Füllstoffe
Maltodextrin, Siliciumdioxid und Magnesiumstearat dienen oft der einfacheren Produktion. Ein sauberes Etikett erklärt, warum jeder Hilfsstoff enthalten ist.
Keine 'Proprietary Blends'
Jede Zutat gehört mit exakter Dosierung aufs Etikett. Versteckt eine Marke Mengen hinter einer 'Mischung', fehlt meist die klinisch wirksame Dosis.
Keine Mega-Dosen
Mehr ist ab 50 nicht automatisch besser. Achten Sie auf realistische Mengen an elementarem Magnesium statt auf beeindruckend wirkende Zahlen.
Keine künstlichen Süßstoffe
Aspartam, Sucralose und Acesulfam-K finden sich oft in geschmacksorientierten Formaten. Wird gesüßt, sollte das Etikett diesen Kompromiss klar benennen.
Keine GVO-Zutaten
Gentechnikfreiheit sollte an der Quelle belegt sein — nicht durch vage 'natürliche' Formulierungen angedeutet.
Kein Gluten, keine Laktose, kein Soja
Das sind häufige Unverträglichkeiten ab 50. Etiketten sollten klar angeben, ob Gluten, Laktose oder Soja enthalten sind.
Keine Kapseln tierischen Ursprungs
Das Kapselmaterial gehört klar deklariert. HPMC aus Pflanzenzellulose ist etwas anderes als Gelatine tierischen Ursprungs.
Keine ungetesteten Chargen
Unabhängige Chargentests auf Schwermetalle, Mikrobiologie und tatsächlichen Gehalt sind eines der klarsten Qualitätssignale.
Keine reinen Influencer-Versprechen
Ist ein Nutzen nicht durch zugelassene Angaben oder belastbare Studien gedeckt, ist es Marketing — egal wie gut es sich verkauft.
Keine Abkürzungen bei der Herkunft
Rohstoffqualität zählt. Etablierte Mineralstofflieferanten und klare Angaben zur Chelatierung sagen mehr als ein pauschales 'Premium-Magnesium'.
Eine kürzere Zutatenliste. Eine längere Liste dessen, was wir ablehnen.
Das bedeutet "für 50+ entwickelt" für uns wirklich.